Ein Netz von Steuerfahndern überzieht das Land
Von: Klaus J. Schwehn
Der amtierende italienische Ministerpräsident Mario Monti, nicht gewählt
und doch von einer breiten Mehrheit im Parlament getragen, mutet den
Italienern zu Beginn des Jahres 2012 einiges an Opfern zu. Er kann dies
auch ungeniert tun, denn er will zu den ordentlichen Parlamentswahlen im
Jahr 2013 nicht antreten; zu diesem Zeitpunkt sieht er seine Mission
als beendet an. Das hat er Anfang Februar in einer Pressekonferenz
erneut deutlich gemacht: "Dopo il 2013 non ci sarò" – nach 2013 stehe
ich nicht mehr zur Verfügung. Und weil im Lande mit Blick auf die Mafia
nicht wenige munkeln, Montis scharfer Sparkurs könnte ihm auch
leiblichen Schaden zufügen, betonte er zugleich mit schmalem Lächeln:
"Spero di essere vivo" – ich hoffe, dann auch noch zu leben.
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Zitierung mit Genehmigung des Onlinemagazin "European Circle" (
http://www.european-circle.de
)